Wenn Sie in ein Fitnessstudio gehen, werden Sie wahrscheinlich viele Gewichtheber mit einem Trainingsgürtel um die Taille herumlaufen sehen. Es geht jedoch nicht nur darum, cool auszusehen oder um die Hose oben zu halten.
Ein Trainingsgürtel ist keine Voraussetzung, um Gewichtheben und anderes Krafttraining betreiben zu können, kann Ihnen aber in mehreren Bereichen einen Vorteil verschaffen.
Die Grundfunktion eines Trainingsgürtels besteht darin, den intraabdominalen Druck zu erhöhen. D.h. er hilft Ihnen, eine stabile Körpermitte zu bewahren, während Sie verschiedene Trainingsübungen durchführen.
Möchten Sie auch beim Gewichtheben Verletzungen vermeiden und schmerzfrei trainieren? Möchten Sie Ihre Lifts verbessern und stärker werden? Dann könnte ein Trainingsgürtel genau das Richtige für Sie sein.
Ein Trainingsgürtel ist jedoch kein Muss für optimales Gewichtheben. Er bietet allerdings viele Vorteile, die Sie nutzen können. Hier einige Vorteile bei Verwendung eines Trainingsgürtels:
-Die Stabilität wird erhöht, sodass Sie mit schwereren Gewichten trainieren können
-Risiko von Rückenverletzungen wird durch eine stabile Körpermitte deutlich reduziert
-hält die Wärme im unteren Bereich des Rückens (Verletzungsvorbeugend)
Ob das Tragen eines Trainingsgürtels Ihr Training optimieren kann – da müssen Sie sich selbst etwas herantasten. Es wird dringend davon abgeraten, den Trainingsgürtel während des gesamten Trainings zu tragen, d. h. bei allen Übungen, von Anfang bis Ende. Es gibt eine bestimmte Anzahl von Übungen, die für die Verwendung mit einem Trainingsgürtel empfohlen werden: Kniebeugen, Kreuzheben, Schulterdrücken und Überkopfdrücken. Gehören diese Übungen zum Hauptbestandteil Ihres Trainings, dann wäre es sinnvoll einen Trainingsgürtel auszuprobieren, um zu sehen, ob er für Ihr Training nützlich ist. Es wird jedoch empfohlen, den Gürtel nur bei den schwersten Sätzen zu verwenden und nicht von Anfang an, z.B. bei Kniebeugen bis zum Ende des Trainings.
Wie bereits erwähnt, sollte der Gürtel nur bei bestimmten schweren Übungen und nicht während des gesamten Trainings getragen werden. Wenn Sie den Gürtel anlegen, atmen Sie tief ein und halten Sie den Atem an. Spannen Sie Ihre Bauchmuskeln zum Gürtel hin an und ziehen Sie Ihren Trainingsgürtel fest. Er sollte so eng anliegen, damit er nicht hoch- oder herunterrutschen kann, aber gleichzeitig nicht zu eng sein. Die Höhe des Trainingsgürtel ist individuell abzustimmen und wir empfehlen, damit zu experimentieren und herausfinden was für Sie am besten funktioniert.
Es gibt 3 Haupttypen von Trainingsgürteln: Gewichthebergürtel, Kraftdreikampfgürtel und Neoprengürtel.
Der Kraftdreikampf-Gürtel (Powerlifting) hat rundherum die gleiche Breite und eignet sich gut für schweres Heben, für maximale Unterstützung.
Der Gewichthebergürtel ist hinten breiter und vorne schmaler, so dass der Gürtel beweglicher ist. Dies ist optimal für Übungen, die mehr Bewegungsfreiheit erfordern. Diese Art von Gürtel wird am häufigsten beim Bodybuilding verwendet.
Ein Neopren-Trainingsgürtel bietet nicht die gleiche Unterstützung wie die zwei anderen und hat nicht die gleiche Wirkung bei schwereren Hebungen. Dieser Gürtel dient eher dazu, den unteren Rücken warm zu halten und ein wenig zu stützen.